Basilikata

Autopanne

Samstagmorgen verabschieden wir uns schweren Herzens von unserem Stellplatz an der Westküste in Marina di Pulsano. Drei Tage haben wir hier verbracht. Fahrrad fahren, Grillen, Sonnenbaden am Strand und einfach das schöne Wetter genießen. Zu Hause rutschen die Temperaturen schon ordentlich in den Keller, da bleiben wir doch gerne noch bei 23°C und Sonnenschein ein bisschen in Italien.

Wir fahren an der großen Hafenstadt Tarent vorbei, füllen im Lidl unsere Vorräte wieder auf und machen noch einen kurzen Stop am Strand in Marina di Ginosa. Dann erleben hier übrigens die Taufe dreier erwachsener Männer im Meer. Es scheinen Baptisten zu sein, die heute mit zahlreichen Gästen zu dieser Zeremonie in diese abgeschiedenen Gegend gekommen sind.

Beim Weiterfahren dann passiert es. Ein lauter Knall, ein großer Schrecken. Warnblinker an, aussteigen und hinten rechts ein deutlich lautes Zischen vernehmen. Es ist nicht der Reifen, der hier seinen Geist aufgibt, sondern wie Ludger gleich fachmännisch erkennt, der Balg der Vollluftfederung. An ein Weiterfahren ist nun nicht mehr zu denken. 😒 Trotzdem rollen wir von der Schnellstraße an der direkten Ausfahrt runter und kommen kurz drauf am Rand einer Seitenstraße zum stehen. Etwas in Schieflage, aber sicher. Dass wir hier nun die nächsten zwei Nächte verbringen werden, ist uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar….

Am Montag morgen endlich kommt der Abschleppdienst, der uns aber gar nicht abschleppen kann, da wir zu tief liegen. Nach einigem Hin und Her, wichtigen Telefonaten mit unserem Wohnmobil Händler in Ochtrup dürfen wir die fünf Kilometer bis zur Volvo LKW Werkstatt in Begleitung langsam fahren.

Dass das jetzt unser neues zu Hause für den Rest der Woche ist, hätten wir echt nicht gedacht. Die Bestellung und der Transport aus Deutschland nach Verona und von dort hierher nach Metapont lässt auf sich warten. Trotzdem verbringen wir ziemlich abwechslungsreiche Tage mit Aufräumen und Putzen, Lesen, Schreiben und WhatsAppen mit den Kindern, Haare schneiden, Kochen und Spülen. Gott sei Dank hatten wir unseren Kühlschrank voll gepackt, denn einkaufen in dieser Gegend scheint sehr unwahrscheinlich zu sein. Immer am späten Vormittag packen wir unsere Fahrräder mit den Strandutensilien und radeln ca 10 km bis zu einem Strandabschnitt in Lido de Metaponti. Zu dieser Uhrzeit ist es mit 21°C in der Sonne gut auszuhalten. Die Sonne verliert schon gegen 15 Uhr derart an Kraft, dass es bald darauf Zeit wird, den Rückweg anzutreten. Auf dem Werkstattgelände werden wir inzwischen schon nett gegrüßt und alle freuen sich mit uns, als am Freitag morgen das Ersatzteil endlich geliefert wird und der Einbau umgehend erfolgen kann. 😄

Wir sind echt erleichtert als endlich auch die Probefahrt zufriedenstellend verläuft, so dass wir weiterfahren können. Auf geht’s nach Salerno! Die ersten Kilometer zucke ich unweigerlich bei jedem Schlagloch zusammen. Und davon gibt’s auf Italiens Straßen mehr als genug.

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