Pilgerweg "Via Francigenea"
Immer wieder begenet uns der Pilgerweg „Francigena“ in den italienischen Orten. So auch in Sutri. Hier holen sich die Wanderer nach einem einfachen aber köstlichem Abendessen in der „Trattoria La Sfera“ ihren Stempel ab. Uns schmeckts auch ohne großartige Wanderung, dort wo der Opa kocht, die Oma kassiert, der Sohn bedient und die Tochter serviert.
In Ronciglione und Viterbo erleben wir an Halloween richtig toll geschmückte Ortschaften. Hunderte Menschen sind auf den Straßen unterwegs. Halloween scheint hier ein richtiges Familienfest zu sein. Kinder gehen zusammen mit ihren Eltern in die Geschäfte, werden freundlich begrüßt und mit jeweils einem Bonbon beschenkt. Uns machts auf jeden Fall großen Spaß bei diesem lustigen Treiben dabei zu sein.
Geisterstädte und verlassenen Dörfer
Civita di Bagnoregio, häufig in Reiseführern auch die „sterbende Stadt“ genannt, steht auf einem Tuffsteinfelsen, der nur über eine 300 Meter lange Fußgängerbrücke erreichbar ist. Für 5€ pro Person darf man diese passieren. Momentan leben keine 20 Menschen mehr in diesem über 2500 Jahre alten Dorf. Schön restaurierte Häuser in den alten Gassen beherbergen Restaurants unterschiedlichster Art ebenso wie einige Souvenierläden.
Ganz anders erleben wir Borgo di Celleno. Dieses oft als Geisterstadt bezeichnete historische Dorf dessen Wurzeln bis in die etruskische Zivilisation (die Zeit vor Christus) zurückreichen, wurde inzwischen von allen Einwohnern verlassen. Es gleicht einem Freilichtmuseum und zeigt beeindruckend inmitten der Ruinen die frühere Lebensweise der Menschen im Dorf.
Mit Montefiascone erleben wir wieder eine ganz normal belebte Stadt, allerdings mit wundervoller Aussicht oben vom „Rocca dei Papi“ einer alten Festungsanlage. Der Panoramablick hat es in sich. Wir erblicken auf der einen Seite die Kuppel der Basilika San Flaviano, die wir zuvor schon besichtigt haben und auf der anderen Seite den Lago di Bolsena, zu dem wir uns im Anschluss aufmachen werden.
Am Lago di Bolsena
Am schönen Bolsenasee treffen wir mit Jutta und Gunther zwei sehr nette Wohnmobilisten, mit denen wir immer gegen Abend einige schöne Stunden verbringen.
Tagsüber unternehmen wir Radtouren und Erkundungsspaziergänge in den Ort. Wir wagen uns in die Katakomben der Basilika Santa Cristina, wandern hinauf zur Festung und genießen herrliche Sonnenuntergänge am See.